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Häufig gestellte Fragen

Hier bekommen Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu allen Themen rund um die TOBOLIN Feuchtesperre. Die Fragen und Antworten sind übersichtlich nach Schwerpunkten sortiert – so kommen Sie besonders schnell zum Ziel.

Wie messe ich die Feuchtigkeit?

Um den Feuchtegehalt einer Wand zu messen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich kann man zwischen Feuchtemessungen unterscheiden, die sofort vor Ort durchgeführt werden und meistens durch einen indirekten Messwert Rückschlüsse auf die Feuchtigkeit im Mauerwerk geben. Des Weiteren gibt es Messungen, die direkt Rückschlüsse auf den Wassergehalt und die Feuchtigkeit der Wand geben und in einem Laboratorium durchgeführt werden. Um das richtige Messverfahren zu wählen, müssen Sie sich folgende Frage beantworten:

Sind sie sicher, ob Ihre Wand feucht ist und etwas getan werden muss? Müssen Sie einen Schaden beurteilen und brauchen Sie genaue Messresultate? Reicht es Ihnen aus, die Entwicklung, also relative Werte zu messen oder brauchen Sie genaue Messwerte, um eine Situation abschließend beurteilen zu können? Wollen Sie eine Feuchtequelle finden? Reichen Ihnen Tendenzen bzw. relative Messwerte?

Wenn Sie diese Frage beantworten können, können Sie sich ein geeignetes Messverfahren suchen. Generell kann man sagen, dass Sie bei der Feststellung der Schadensursache auf genauere Messverfahren zurückgreifen sollten und wenn Sie sich nicht sicher bei der Schadensursache sind, einen Fachmann zurate ziehen sollen. Wenn es hingegen darum geht, den Trocknungsverlauf zu beobachten, reichen oft ungenauere Messmethoden aus, da Sie die Werte relativ betrachten. Um endgültig zu klären, ob Ihre Wand aber nun trocken ist, sollten dann wieder genauere Messmethoden benutzt werden.

Ohne Messungen durchzuführen, gibt es einige Indizien die auf ein feuchtes Mauerwerk schließen lassen. Darunter zählen unter anderem:

  • Schimmelbildung / Hausschwamm
  • Muffiger Geruch
  • Abplatzender Putz


Sind Sie sich nicht sicher oder wollen Sie genauere Angaben, stehen Ihnen verschiedene Messmethoden zur Verfügung. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Messmethoden.

Direkte Messverfahren

Direkte Verfahren liefern quantitative Werte für den Wassergehalt. Bei diesen Verfahren wird die Wassermenge im Baustoff direkt ermittelt. Die einzigen direkten Verfahren sind das Darr-Verfahren und das CM-Verfahren.

Das Darr-Verfahren

Das Darr-Verfahren stellt das Referenzverfahren der Feuchtemessverfahren dar (DIN EN ISO 12570). An diesem Verfahren werden alle anderen Feuchtemessverfahren kalibriert. Mit dem Darr-Verfahren wird der massebezogene Wassergehalt durch Wägung und Trocknung der Baustoffprobe ermittelt. Aus dem Gewicht und vor und nach der Trocknung ergibt sich dann der Feuchtigkeitsgehalt. Der wesentliche Vorteil des Darr-Verfahrens ist die hohe Genauigkeit bei der Ermittlung des Wassergehalts. Nachteilig sind die erforderliche Probenahme und der Aufwand, da die Probe in der Regel im Labor untersucht wird.

Das CM-Verfahren

Die Bestimmung der Feuchte von Baustoffen nach dem CM-Verfahren beruht auf der Reaktion von Calciumcarbid mit Wasser. Dabei entstehen Calciumhydroxid und das Gas Acetylen. Die Menge des gasförmigen Reaktionsproduktes Acetylen ist proportional zur umgesetzten Menge an Wasser und erzeugt in der Prüfflasche einen Überdruck, aus dem gerätespezifisch der Wassergehalt der Einwaage in CM-% ermittelt wird. Der Vorteil dieses Verfahren besteht eindeutig darin, dass hiermit relativ schnell am Objekt der Wassergehalt der Einwaage in CM-% ermittelt wird. Nachteilig bei diesem Verfahren ist, dass eine Probeentnahme erforderlich ist und die Messung zahlreichen Fehlerquellen unterliegt.

Indirekte Messverfahren

Die indirekten Verfahren liefern zunächst keinen quantitativen Wert für den Wassergehalt. Sie bestimmen zunächst feuchteabhängige physikalische Eigenschaften der Baustoffe. Um aus diesen Messwerten auf den Wassergehalt der untersuchten Baustoffe schließen zu können, müssen die Verfahren einer baustoffspezifischen Kalibrierung unterzogen werden. Ohne eine solche Kalibrierung können höchstens qualitative Aussagen gemacht werden.

Widerstandsmessung

Bei diesem Messverfahren wird von der elektrischen Leitfähigkeit der Baustoffe auf den Wassergehalt geschlossen. Trockene Baustoffe sind oftmals Nichtleiter. Durch Wasser im Baustoff wird die Leitfähigkeit verändert. Weiteren, wesentlichen Einfluss auf die Leitfähigkeit haben aber auch die Temperatur, im Baustoff vorhandene Salze oder Metalle und die Kontaktierung zwischen Elektrode und Material. Für übliche Baustoffe (mit Ausnahme von Holz) ist mit diesem Verfahren allein daher meist keine verlässliche Bewertung der Baustofffeuchte zu erreichen.

Kapazitive Messverfahren

Bei den kapazitiven Verfahren handelt es sich um niederfrequente, dielektrische Messverfahren. Hierbei wird die Dielektrizitätszahl des Baustoffes im Messfeld über den Widerstand oder Kapazität des Kondensators in der Elektrode bestimmt, der wiederum von der Feuchte des Baustoffes abhängig ist. Weitere wesentliche Einflüsse auf die Messung haben aber auch Salze und Metalle im Baustoff, die Temperatur und die Kontaktierung zwischen Elektrode und Material. Auch mit diesem Verfahren allein ist daher meiste keine verlässliche Bewertung der Baustofffeuchte möglich. Da sich ein Streufeld zur Messung rund um die Messkugel bildet, sollte sich die Hand, die den Sensor hält, am unteren Ende des Griffes befinden, damit keine von der Haut abgegebene Feuchtigkeit mitgemessen wird und somit das Ergebnis verfälscht. Bei Messungen in Ecken können die Feuchtigkeitswerte enorm ansteigen, weil der Feuchtigkeitsanteil beider Wände bzw. von Wand und Boden gleichzeitig gemessen wird. Wie auch bei der Leitfahigkeitsmessung gilt: Bei schwachen Batterien ist das Messergebnis nicht mehr verwendbar.

Mikrowellen Messverfahren

Bei den Mikrowellen-Verfahren handelt es sich um hochfrequente, dielektrische Messverfahren. Gegenüber den niederfrequenten dielektrischen Messverfahren (kapazitive Verfahren) kann hierbei der Einfluss von Salzen im Bauteil minimiert werden. Zudem kann mit dem Mikrowellen-Verfahren die Feuchtigkeit bis zu 30 cm im Mauerwerk gemessen werden. Probleme bei den Mikrowellen-Verfahren bestehen jedoch bei Inhomogenität im Baustoff (Streuung der Mikrowellen) und bei der Kontaktierung zwischen Elektrode und Material bei unebenen Untergründen (undefinierter Mikrowelleneintrang in den Baustoff). Ein weiteres Problem ist, dass eine baustoffspezifische Kalibrierung hinsichtlich des volumenbezogenen Feuchtegehalts zwar relativ gut möglich ist, zur Ermittlung des massebezogenen Wassergehalts dann aber die Dichte des Baustoffes bekannt sein muss.

Hygrometrische Messung

Bei der hygrometrischen Messung wird der absolute Wassergehalt der Luft gemessen. Ein großer Vorteil dieser Messverfahren ist, dass die Messungen mit langjährig bewährten Messfühlern für Luftfeuchte durchgeführt werden können.

Übersichtsstabelle Feuchtigkeitsmessung

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